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SV Brachelen - BC 09 Oberbruch 2:1

Am Muttertag war der BC zu Gast beim Bezirksliga Absteiger und derzeit Tabellenzweiten SV Brachelen. Allen Beteiligten war klar, dass es ein enorm schweres Spiel für den BC sein wird, hatte der SV schon in der Hinrunde im Carl-Diem Stadion gezeigt, wo seine Qualitäten liegen. Wo bei uns der "Torjäger" fehlt hat der SV gleich sechs Spieler in ihren Reihen, die im Durchschnitt jeder sieben Treffer in der laufenden Saison erzielten.

Unter der Leitung des Unparteiischen Müller, zeigte Brachelen von Beginn an wer Herr im Haus ist. Sicherlich lagen die Spielanteile weites gehend beim SV, jedoch war es der BC, der zu Beginn zwei, drei mal gefährlich vor dem Kasten der Brachelener auftauchte. So hatte Dennis Koob die erste sehr gute Möglichkeit als er ein Laufduell gewann aber letztlich am SV Schlussmann scheiterte. Ein Schuss von der Strafraumgrenze von Valdi Recica ging links am Kasten vorbei. In der Brööker Druckphase dann die erste strittige Situation, in der der Unparteiische erstmals in den Vordergrund rückte: Als Dennis Koob im SV Strafraum zu Boden ging, blieb der Pfiff aus und der fällige Strafstoß wurde nicht gegeben.

Kurz darauf dann die erste dicke Möglichkeit für Brachelen durch Simons, der nach einem langen Ball plötzlich frei vor Pierre Wolf auftauchte, aber letztlich an unserem Cäpt'n scheiterte. Der BC spielte auf Augenhöhe mit. Außenstehende fragten sich zurecht, warum dieser BC im Abstiegskeller fest hängt... Das Spiel befand sich auf hohem kämpferischem Niveau, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Somit ging man mit einem durchaus gerechtem 0:0 in die Kabine.

Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild wie in Halbzeit eins. Ballbesitz überwiegend auf der Seite des SV, der aber nicht wirklich ein Mittel gegen die gut verteidigenden Brööker fand. Gefährlich wurde es jedoch immer bei langen, hohen Bällen, bei denen sich die Defensive das ein oder andere mal gefährlich verschätzte. So entstand dann letztlich die Führung für den SV, indem ein langer Ball aus der Defensive plötzlich den frei stehenden Simons erreichte, der ohne jegliche Bedrängung in den Brööker Strafraum marschieren konnte und die Pille auf Katthagen quer legte (58'). Auch in dieser Situation war die Abseitsfrage unklar. Aus Sicht der Zuschauer stand Katthagen beim Abspiel von Simons wohl im Abseits. Dennoch ließ der BC den Kopf nicht hängen und kämpfte sich wieder ins Spiel, dessen Spielfluss durch mehrere Unterbrechungen seitens des SV gestoppt wurde. So wurden allein in Halbzeit zwei gleich drei Spieler des SV mit Krämpfen und Verletzungen auf dem Platz Behandelt und das nicht nur ein bis zwei Minuten. Die Brööker riskierten nun mehr, Trainer Fritz Kleinen brachte Viktor "Osi" Osipov für "Totti" Kenner und für Jannick Jansen kam der A-Jugend Spieler "Pedro", der zuvor in zwei Spielen für die Reserve fünf Tore erzielte. Die Wechsel zahlten sich aus, als Kevin Plum sich mit in die Offensive einschaltete und die Pille eiskalt aus Spitzem Winkel in die Maschen haute (80'). Nachdem Heinrichs auf Seiten des SV in der 72. Minute Gelb-Rot sah, lag die Sensation in der Luft. Doch Pustekuchen, wiederrum ein langer Ball ins Zentrum konnte nicht konsequent geklärt werden und Simons vollstreckte in der 86. Minute zum 2:1 Endstand. Auch in dieser Situation stand Simons klar im Abseits, was der Unparteiische wieder nicht ahndete -- zum Bedauern aller Brööker. Aber es war ja noch etwas zu spielen und auf Grund der vielen Unterbrechungen rechnete man doch mit einer angemessenen Nachspielzeit. Auch hier konnte man die Entscheidung des Unparteiischen nicht nachvollziehen, ließ er lediglich drei Minuten nach spielen...

Unterm Strich rechnete man sich gegen Brachelen keine Punkte aus. Auf Grund des Spielverlaufes wäre ein Punkt jedoch mehr als gerecht gewesen. Man sollte auch nach einer Niederlage nicht die Fehler bei anderen suchen aber in diesem Fall waren es nicht die Mannschaften die dieses Spiel entschieden haben. Es führten zwei klare Fehlentscheidungen zu zwei SV Toren. Wieder einmal wurde man für eine starke Leistung nicht belohnt, sondern durch einen schwache Leistung des Unparteiischen eher bestraft.

Am nächsten Spieltag geht es Zuhause gegen den direkten Konkurrenten Holzweiler, wo ein Dreier her MUSS. Man kann behaupten, dass sich der Abstieg in den nächsten zwei Spielen entscheidet.